Eine gesunde, artgerechte Ernährung ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Lebenserwartung von Kaninchen. Viele gesundheitliche Probleme von Zahnerkrankungen bis zu Verdauungsstörungen , lassen sich durch eine naturnahe Fütterung vermeiden. Kaninchen sind Pflanzenfresser mit einem sehr empfindlichen Verdauungssystem, das auf kontinuierliche Rohfaseraufnahme angewiesen ist.
Heu sollte rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Es ist das wichtigste Futtermittel. Es sorgt für den nötigen Zahnabrieb und hält den Darm in Bewegung.
Achte auf:
• Frische, trockene Qualität (staubfrei und grünlich)
• Täglicher Wechsel der Heuraufe
• Heu als Hauptbestandteil der Nahrung (ca. 70–80 %)
Frischfutter ist ein zentraler Bestandteil der artgerechten Kaninchenernährung. Es liefert wichtige Nährstoffe, Vitamine und Flüssigkeit und hält den Verdauungstrakt in Schwung. Anders als oft angenommen, reicht Heu allein nicht aus. Eine abwechslungsreiche Auswahl an Frischfutter sollte täglich auf dem Speiseplan stehen.
Es umfasst eine Vielzahl natürlicher Pflanzenteile. Am besten wird eine Kombination aus Wiesenkräutern, Gemüse, Grünfutter und essbaren Zweigen gefüttert.
Geeignetes Frischfutter:
• Wiesenkräuter: Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere, Spitzwegerich, Schafgarbe
• Gemüse: Fenchel, Sellerie, Karotten(grün), Brokkoli, Kohlrabiblätter
• Blätter: Radicchio, Rucola, Chicorée, Mangold
• Küchenkräuter: Petersilie, Dill, Basilikum, Melisse
• Zweige: Apfelbaum, Haselnuss, Birke, Bambus (ungespritzt, möglichst naturbelassen)